PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN · FÜHRUNG & WACHSTUM
Größer denken als Unternehmer: Was ich heute anders machen würde
Vom ersten Fitnessstudio zu sechs Standorten und rund 80 Mitarbeitern. Eine persönliche Geschichte darüber, wie sich meine Rolle verändert hat – und warum ich dafür lernen musste, loszulassen.
Foto: Alexandre Patchine / Adobe Stock
Als ich mein erstes Fitnessstudio eröffnete, hatte ich ein ziemlich klares Bild von meiner Zukunft. Ich würde in diesem Studio arbeiten, die Leitung übernehmen, Mitglieder betreuen und einen großen Teil des Tages auf der Fläche verbringen. Ich wollte nah an den Menschen sein und operativ mitarbeiten.
Damals war das für mich eine schlüssige Vorstellung. Ich hatte allerdings nicht geplant, eines Tages sechs Standorte mit rund 80 Mitarbeitern zu führen.
Nach dem ersten Studio kam die Idee für das zweite. Das erste funktionierte gut, die nächsten Möglichkeiten entstanden – und mit jedem weiteren Schritt veränderte sich meine eigene Aufgabe. Zunächst arbeitete ich überall mit. Wenn etwas erledigt werden musste, wurde es eben gemacht. Dazu gehörten die Arbeit mit den Kunden und genauso das Putzen.
Später verlagerte sich mein Schwerpunkt immer stärker in die Verwaltung und die Mitarbeiterführung. Heute arbeite ich überwiegend strategisch. Ich beschäftige mich nicht mehr hauptsächlich damit, was in einem einzelnen Studio an einem bestimmten Tag passiert. Ich arbeite an der Entwicklung des gesamten Unternehmens.
Diese Veränderung war nicht von Anfang an geplant. Sie wurde notwendig, weil das Unternehmen wuchs.