Logo LENKMUT

Norman Kreuter
Unternehmens- und Gründungsberatung
Business Coach · Unternehmer

Kontakt

Vertriebsprozess für Selbstständige: Warum Vertrieb vor dem Verkaufsgespräch beginnt

Warum Vertrauen und ein klarer Prozess den Abschluss leichter machen

Rohrleitungen mit Ventil im Sonnenuntergang – Symbol für einen klaren Vertriebsprozess

Viele denken bei Vertrieb zuerst an das Verkaufsgespräch: Bedarf ermitteln, Angebot präsentieren, Einwände behandeln, Abschluss machen.

Vertrieb beginnt jedoch viel früher.

Denn wenn du erst im Verkaufsgespräch anfängst, Vertrauen aufzubauen, startest du bei null.

Im Idealfall kommt der Kunde zu dir und denkt bereits:

„Mit dem möchte ich sprechen.“

Vertrauen entsteht vor dem ersten Gespräch

Gerade bei Dienstleistungen kaufen Menschen nicht nur eine Leistung. Sie kaufen auch Vertrauen.

Deshalb beginnt Vertrieb schon bei deinem Auftritt:

Wie wirkt deine Website?
Wie präsentierst du dich? Wirkt dein Unternehmen professionell?

Du musst am Anfang nicht perfekt sein.

Aber es sollte gut sein.

Und potenzielle Kunden sollten erkennen können, dass du dein Unternehmen ernst nimmst und weißt, wohin du damit willst.

Lass den Kunden etwas erleben

Gerade bei neuen Anbietern hilft es, die Einstiegshürde klein zu machen.

Im Fitnessstudio kann das ein Probetraining sein.

Bei einer Dienstleistung vielleicht ein Kennenlerngespräch, ein Check, eine kurze Analyse oder ein kleiner Einblick in die Arbeitsweise.

Das Entscheidende:

Der Kunde kauft danach nicht mehr nur ein Versprechen.

Er hat bereits etwas von dir erlebt.

Im Verkaufsgespräch zuerst verstehen

Erst jetzt beginnt der klassische Teil des Verkaufs.

Und hier gilt:

Nicht sofort verkaufen. Erst verstehen.

Fragen stellen.

Wo steht der Kunde? Was möchte er erreichen? Wo liegt sein Problem? Was hat er bereits versucht?

Erst danach solltest du deine Lösung präsentieren.

Wie du mit den richtigen Fragen den tatsächlichen Kundenbedarf erkennst, zeige ich dir im Artikel Bedarfsanalyse im Verkauf: Erst fragen, dann überzeugen.

Maßgeschneidert heißt nicht individuell gebaut

Ein Angebot muss nicht für jeden Kunden neu erfunden werden.

Du kannst ein standardisiertes Produkt haben.

Entscheidend ist, dass du dem Kunden zeigen kannst, warum genau dieses Angebot zu seinem Bedarf passt.

Nicht:

„Das kann unser Produkt alles.“

Sondern:

„Du hast genau dieses Problem beschrieben. Dafür ist dieser Teil unseres Angebots wichtig.“

Das macht Verkauf wesentlich relevanter.

Auch der Abschluss gehört dazu

Fragen und Einwände sind normal.

Preis, Zeit, Unsicherheit oder Vergleich mit anderen Anbietern gehören zum Prozess.

Wenn diese Punkte geklärt sind, sollte das Gespräch auch zu einem Ergebnis führen.

Ja.

Nein.

Oder ein klarer nächster Schritt.

Nicht:

„Wir hören irgendwann voneinander.“
Verkäufer scheuen sich manchmal davor, die entscheidende Frage zu stellen: „Wollen wir das Ganze festmachen?“

Eine einfache Vertriebs-Pipeline

Ein klarer Vertriebsprozess kann deshalb so aussehen:

Sichtbarkeit → Vertrauen → Kompetenz → erster Kontakt → Bedarf verstehen → Lösung präsentieren → Einwände klären → Abschluss

Der große Vorteil:

Du erkennst, wo dein Vertrieb funktioniert – und wo nicht.

Denn vielleicht brauchst du gar nicht mehr Interessenten.

Vielleicht hast du genügend Anfragen, aber zu wenige Gespräche.

Oder genügend Gespräche, aber zu wenige Abschlüsse.

Eine Pipeline macht den Engpass sichtbar.

LE[NK]MUT-Gedanke

Je mehr du vor dem Verkaufsgespräch richtig machst, desto weniger musst du im Verkaufsgespräch überzeugen. Den vollständigen Ablauf von der Kundengewinnung bis zur Kundenbindung findest du im Leitfaden Vertriebsprozess aufbauen.